FLASH ative-für-senioren

Presse

20.11.2011

Ein Platz für alle


KITZINGEN. Soziale Stadt Der neue Kleistplatz mit seinen Fitnessgeräten begeistert alle Generationen.


Emma Lina Conrad, Soziale-Stadt-Referentin Andrea Schmidt und Regine Beck haben
ihren Spaß. Fotos: Andreas Schütz

 

Der neue Stolz der Siedlung ist eingeweiht: der komplett neu gestaltete Kleistplatz. 
Die Vertreter der Stadt und des Bezirkes freuten sich am Samstag gemeinsam mit den Bürgern der Siedlung über den Mehrgenerationenplatz, dessen Planung im Bürgerarbeitskreis der Siedlung im Rahmen des Projektes "Soziale Stadt" realisiert wurde. 


16 Monate vergingen von der Idee bis zur Umsetzung und verliehen dem Kleistplatz, der sich im Herzen der so genannten "alten" Siedlung befindet, ein neues Gesicht.


"In den 50er Jahren war der Kleistplatz fast schon ein Schuttabladeplatz", erinnert sich Hermann Schütz, der schon seit 64 Jahren direkter Anwohner ist. Zwischen Schilf, Sträuchern und Erdhügeln sammelte sich der verschiedenste Müll, der dort hineingeschmissen wurde. Doch auch schon damals spielten die Kinder auf dem Platz. 


Ende der 50er Jahre rückten dann Bagger an, ebneten den Boden und richteten ihn her. "Ein Spielplatz war es damals aber trotzdem noch nicht", erklärt der Siedler. Aber zumindest als Bolzplatz konnte man ihn nutzen. In den 60er Jahren kamen verschiedene Spielgeräte dazu, die dann mit der Zeit immer wieder erneuert wurden. 


Auch die großen Pappeln bestimmten Jahrzehnte lang das Ambiente des Kleistplatzes. Jene wurden allerdings schon vor einigen Jahren gefällt. 


Das neue Bild des Kleistplatzes gefällt Hermann Schütz sehr gut: "Es gibt immer Skeptiker, aber ich persönlich finde den Platz einwandfrei hergerichtet." Der Anwohner hofft, dass der Platz gut angenommen wird. In den letzten Wochen habe er aber schon beobachtet, dass viele Kinder am Kleistplatz unterwegs sind.


Der Mehrgenerationenplatz bietet den Besuchern nun einen Pavillon mit Bänken, die zum Verweilen einladen. Drei Fitnessgeräte sorgen zudem für sportliche Herausforderungen für Jung und Alt. Ein besonderer Höhepunkt, gerade für die kleinen Besucher, sind die beiden großen Kletterwände. 
Die ganz Kleinen sind indes im abgegrenzten Kinderspielplatz mit Rutsche und Sandkasten gut aufgehoben. 


Besonders stolz sind die Planer auf das Wasserspiel "Tanzende Wasser". Hierbei schießen Wasserfontänen aus in vier Bodenplatten integrierten Düsen und bieten dem Beobachter ein schönes Schauspiel - und den Kindern in der warmen Jahreszeit eine Erfrischung. Auch der beliebte "Bolzplatz" wurde erneuert und bleibt den Kindern der Siedlung erhalten.

Doch noch eine Rutsche?


In seiner Eröffnungsrede am Samstag ging Oberbürgermeister Siegfried Müller auf die Einwände einiger Anwohner ein, dass gerade für die etwas älteren Kinder keine Rutsche oder Schaukel vorhanden sei. Der OB sagte, er habe sich bereits mit dem Planungsbüro besprochen, ob hier eventuell Abhilfe geschaffen werden könne. Müller zeigte sich begeistert von dem neuen Platz und auch von der Initiative der Siedler im Rahmen des Bürgerarbeitskreises. 


"Plätze wie dieser erhöhen die Attraktivität einer Stadt", sagte der OB. Außer ihm waren auch Vertreter der Bezirks- und Landesregierung gekommen, um den neuen Spielplatz zu begutachten. Gesegnet wurde der Mehrgenerationenplatz von den Geistlichen des Stadtteiles.


Nachdem sich der Nebel gelichtet hatte und die Sonne über der Siedlung strahlte, blieben noch viele Gäste auf dem Kleistplatz, um sich dort zu unterhalten oder zu entspannen - das Areal erfüllte also gleich am Eröffnungstag den Zweck, den Quartiersmanager André Hahn sich zusammen mit den Mitgliedern des Bürgerarbeitskreises erhofft hatte. 

 

Quelle: Die Kitzinger, von Andreas Schütz