Presseartikel

08/2016 Ärtztezeitung

Was bringt Fitness im Alter über 65?

Dass ein sportlicher Lebensstil vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt, ist hinlänglich bekannt und wissenschaftlich gut dokumentiert. Weniger klar ist die Datenlage bei älteren Menschen.

Aus diesem Grund hat eine Autorengruppe um Professorin Riita Antikainen von der Universität Oulu in Finnland knapp 2500 über 65-jährige Männer und Frauen für die „National FINRISK Study“ rekrutiert und über im Median 11,8 Jahre beobachtet. Die Teilnehmer wurden nach ihren körperlichen Aktivitäten befragt und anhand der Antworten in drei Gruppen mit niedriger, moderater und hoher Aktivität eingeteilt. Zudem wurden Risikofaktoren evaluiert. Herz- und tumorkranke Patienten wurden ausgeschlossen.

Im Beobachtungszeitraum starben 197 Teilnehmer aus kardiovaskulärer Ursache, bei 416 trat eine erste kardiovaskuläre Komplikation auf. Nach Korrektur für kardiovaskuläre Risiko- und soziale Faktoren zeigte sich, dass Personen mit moderater körperlicher Aktivität im Vergleich zu körperlich Untätigen ein um 31 Prozent geringeres Risiko für eine akute kardiovaskuläre Komplikation aufwiesen, Personen mit hoher körperlicher Aktivität ein um 45 Prozent geringeres Risiko. Die kardiovaskuläre Sterblichkeit war gar um 54 und 66 Prozent geringer.

Sich regelmäßig körperlich zu betätigen, wenn man über 65 Jahre alt ist, kann eine Herausforderung sein, so Antikainen bei der Jahrestagung der European Society of Cardiology (ESC) in Rom. Die Studienergebnisse sollten aber Motivation sein. Denn fitte Senioren reduzieren ihr Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko deutlich.

Als moderate Aktivität galten übrigens schon Spazieren gehen, radeln, gärtnern, fischen oder jagen. Als hohe Aktivität eingestuft wurde anstrengende Gartenarbeiten, Schwimmen, Joggen, Gymnastik, Skifahren und Ballspiele.

06/2014 Mechthild Harting – Frankfurt

Öffentliche Fitnessgeräte – Nichts für Kraftprotze

Trimm-dich-Pfade waren einmal. Jetzt stellt die Stadt Frankfurt in den Parks Geräte auf, an denen Senioren etwas für die Gesundheit tun sollen

11/2013 Linden (TW)

Bike & Stepper für Bewegungspark

Neuzugang im Bewegungspark Linden

11/2013 Pressemitteilung der Samtgemeinde Bersenbrück

Weitere Geräte für den Generationenspielweg in Bersenbrück

Kostenlose Outdoorfitness mit hohem Spaßfaktor
Bersenbrück. Vor drei Jahren spendierte Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering seiner Geburtsstadt das erste Outdoorfitnessgerät für den Generationenspielweg. Dank zusätzlicher Spenden großzügiger Sponsoren sind jetzt sechs weitere Geräte aufgestellt worden, ein siebtes folgt in Kürze.

Ganzkörpertraining an frischer Luft verbunden mit einem Rundgang durch die Innenstadt ist der Grundgedanke des Generationenspielweges, der für Einheimische genauso reizvoll ist wie für Touristen. Jedes der Outdoorfitnessgeräte aktiviert unterschiedliche Muskelpartien des Körpers, etwa die Oberschenkelmuskulatur am Adductor & Abductor vor dem Steuerberaterbüro Uphoff, Plog und Tönnies in der Lindenstraße. „Das ist kostenloses Fitnesstraining im Alltag mit hohem Spaßfaktor“, sagt Gerd Uphoff, einer der Sponsoren und führt es am offiziellen Tag der Übergabe gleich mal vor, ebenso wie Vertreter der Stadt und weitere Sponsoren.

Christian Klütsch, Horst Baier, Gerd Uphoff und Franz Wiewel testen mit großem Vergnügen eines der neuen Outdoorfitnessgeräte im Beisein weiterer Sponsoren. „Ich sehe immer wieder Kinder und Erwachsene, die gemeinsam die Geräte ausprobieren und dabei großes Vergnügen haben“, schildert Bürgermeister Christian Klütsch seine jüngsten Beobachtungen. Ebenfalls in der Lindenstraße steht der Balance Seat zwischen Rathaus und Kreissparkasse, an dem man Bauch- und Rückenmuskulatur trainieren kann. „Der Generationenspielweg ist eine attraktive Mitmach-Idee quer durch die Innenstadt. Es ist prima, dass Bersenbrücker Bürger die Idee finanziell unterstützen“, wertet Stadtdirektor Dr. Horst Baier die neuen Errungenschaften im Stadtbereich.
„Wir haben uns gefreut, als die Stadt fragte, ob wir auch ein Gerät aufstellen wollen“, sagt Pastor Jürgen Kuhlmann, der ebenso wie der Kirchenvorstand die Idee aufnahm. Jetzt steht das Outdoorfitnessgerät Arm Rotation vor der Bonnuskirche und lädt zum Training von Brust-, Schulter und Armmuskulatur ein. Finanziert worden ist es von der Stadt, dem Landkreis und der Fördergemeinschaft Aktuelles Bersenbrück ebenso wie der Balance Seat und noch zwei weitere Geräte. „Der Generationenspielweg steigert die Attraktivität von Bersenbrücks Innenstadt, das Ausprobieren der Geräte macht einfach gute Laune“, bringt es Andreas Wiegmann auf den Punkt.
Die nächsten beiden Geräte stehen an der von-Ravensberg-schule, gesponsert vom gleichnamigen Förderverein der Oberschule. „Während der Schulzeit nutzen das natürlich die Schüler mit viel Spaß, darüber hinaus auch Passanten, die durch die Schulstraße gehen“, beschreibt Stefan Botha vom Förderverein die Anziehungskraft von Twister für Bauch- und Hüftmuskeltraining und von Total Hip für Hüft- und Beintraining. In der Grünanlage am Marktplatz kann man am Bike & Stepper Bein- und Pomuskeln trainieren. Aufgestellt wird demnächst auch noch der Track Tracer zum Training für Koordination und Konzentration, wahrscheinlich in der Nähe des Freibads. Auch diese beiden Geräte sind durch Mittel der Stadt, des Landkreises und der Fördergemeinschaft finanziert worden.
„Es gibt übrigens noch mehr Geräte aus dieser Serie und wir freuen uns natürlich über weitere Sponsoren“, baut Horst Baier die gedankliche Brücke für zukünftige Planungen. Interessenten können im Rathaus unter Telefon 05439-962240 oder 05439-962258 genauere Auskünfte erfragen oder per E-Mail unter info@bersenbrueck.de.

12/2012 Sandkasten für Kinder, Fitnessgeräte für Erwachsene

Nach monatelangem ehrenamtlichem Engagement hat die Ortsgemeinde Gornhausen ihren Mehrgenerationenspielplatz eingeweiht. Das Projekt ist nicht nur in der Verbandsgemeinde (VG) bisher einmalig.

Verbandsbürgermeister Ulf Hangert (rechts) und Beigeordneter Leo Wächter testen die neuen Geräte auf dem Spielplatz. TV-Foto: Ursula Schmieder

Gornhausen. Das Gedränge beweist: die 220 Gornhausener stehen hinter dem Projekt. Mehr als jeder zweite Einwohner ist zur Eröffnung des neuen Mehrgenerationenspielplatzes gekommen, für den einige monatelang geschuftet haben (der TV berichtete). Laut Ortsbürgermeister Rainer Schommer stecken weit mehr als 500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in dem Projekt. Was hier geleistet worden sei, sei mit Worten nicht genug anzuerkennen, sagt Schommer. Der Clou des neuen Platzes: Er verfügt sowohl über neue Geräte für Kinder als auch über spezielle Fitnessgeräte für Erwachsene.

Carina (11) findet es gut, das nun auch ihre Eltern auf dem Platz „Sport machen können“. Noch toller sei, „dass ich da mitgearbeitet habe“. Alles sei richtig schön geworden – vor allem das neue Klettergerüst mit der Röhrenrutsche. Auf die hat auch Sabine Frank-Palapies (55) ein Auge geworfen: „Jetzt dürfen wir endlich auch mal rutschen“, lobt sie die Idee, Spielgeräte zu kaufen, die auch für Erwachsene geeignet sind.

Der passionierte Radler Peter Flach (61) will diese vier Apparate intensiv nutzen. Ebenso wie Rainer Sonne (46): „Es ist doch besser, selbst aktiv zu sein, als den Kindern von der Bank aus zuzusehen.“ Gisela Engler (65) findet es super, dass sich nun auch Ältere auf dem Platz bewegen können. Enkel Oliver (10) stört das nicht: „Es ist doch gut, wenn alle zusammen sind.“ Auch er hatte mit angepackt für den Platz.

Die Hilfe der Kinder war laut Schommer von Anfang an geplant: „Dann weiß man, was man leisten muss, wenn man so etwas haben will.“ Wie schon beim Sanieren des Jugendraums (der TV berichtete) seien alle „enger zusammenrückt“. Der Platz steigere aber auch die Wohnqualität und damit die Attraktivität für Neubürger, was dem Trend verwaister Ortskerne entgegen wirke. Ermöglicht habe das das europäische Leader-Programm. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Erbeskopf (siehe Extra) steuerte zu dem 30 700 Euro teuren Projekt rund 14 000 Euro bei.

Laut Iris Schleimer von der Leader-Geschäftsstelle wurde in Gornhausen der erste Platz dieser Art im Aktionsbereich der LAG Erbeskopf umgesetzt. Weitere Spielplätze sind aber schon geplant: in Züsch (VG Hermeskeil) sowie Farschweiler und Pluwig (VG Ruwer). Es freue sie, dass der einzige LAG-Ort aus der VG Bernkastel-Kues Vorreiter sei. Laut Bürgermeister Ulf Hangert gilt das auch für die VG. Selbst kreisweit sei ihm kein vergleichbares Projekt bekannt. Es sei „ungewöhnlich professionell“ umgesetzt und ein aktiver Beitrag für mehr Lebensqualität und einen Ausgleich zwischen den Generationen.

Quelle: www.gornhausen.de, 3.12.2012, urs

11/2012 Outdoor Fitnessgeräte am Ententeich stehen parat

Die Erwachsenen- beziehungsweise Seniorenspielgeräte am Ententeich sind aufgebaut. Sie haben 6000 Euro gekostet, der Gemeinderat hatte auf Anregung der Freien-Wähler-Fraktion 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Da der Boden noch nachverdichtet werden muss, ist eine feierliche Eröffnung, vielleicht mit einem kleinen Sportevent, im nächsten Frühjahr geplant. Doch „gesportelt“ wird schon jetzt kräftig, wie das Beispiel von Eleonore und Hans-Georg Krause, beide über 70 Jahre alt, zeigt. (abra)

Eleonore und Hans-Georg Krause testen die neuen Geräte. (Foto: Regina Braungart)

Quelle: www.schwaebische.de, 16.11.2012